Frauenberatungs- und Fachstelle bei sexueller Gewalt

In der Frauenberatungs- und Fachstelle bei sexueller Gewalt des Frauennotrufs Kiel arbeitet ein professionelles Team von Psychologinnen, Pädagoginnen, Sozialpädagoginnen und anderen Berufsgruppen.

Der Frauennotruf Kiel e.V. existiert als Verein seit 1979. Er ist gemeinnützig anerkannt und politisch und konfessionell unabhängig. Seit 1989 wird die Beratungsstelle von der Stadt Kiel und dem Land Schleswig-Holstein finanziert. Der Frauennotruf Kiel e.V. ist Träger der Frauenberatungs- und Fachstelle bei sexueller Gewalt in Kiel, sowie der Zweigstelle in Preetz für den Kreis Plön, und er ist Träger des landesweit arbeitenden Präventionsbüros PETZE. Auch die landesweite Helpline für Frauen liegt in der Trägerschaft des Frauennotruf Kiel e.V.. Für Frauen und Mädchen, die sich eine Begleitung und Unterstützung im Strafprozess wünschen, bietet die Beratungsstelle Psychosoziale Prozessbegleitung an.

Das gesamte Beratungsangebot ist für von Gewalt betroffene Frauen und für UnterstützerInnen kostenlos, Informationen werden auf Wunsch anonym gehalten.

Der Frauennotruf Kiel ist Mitglied im bff, dem Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, und Mitglied im LFSH, dem Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein. Darüber hinaus ist der Frauennotruf Kiel Koordinationsstelle des KIK, dem Netzwerk bei häuslicher Gewalt für den Kreis Plön.

Die Frauenberatung und Fachstelle bei sexueller Gewalt, Frauennotruf Kiel e.V. ist offizielle Beratungsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch. Der Fonds Sexueller Missbrauch will Betroffenen helfen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuellen Missbrauch erlitten haben und noch heute unter dessen Folgewirkungen leiden. Betroffene, die in der Familie im Rahmen eines Abhängigkeitsverhältnisses sexuell missbraucht wurden, können Sachleistungen wie z.B. Therapien beantragen.


Unsere Zielsetzung ist es,

  • durch individuelle Beratung und Gruppenangebote die sozialen, seelischen und körperlichen Folgen sexualisierter Gewalt mit den Frauen aufzuarbeiten und ihnen zu helfen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
  • durch Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit die vielfältigen patriarchalen Gewaltstrukturen sichtbar zu machen, abzubauen und auf die Veränderung weiblicher Lebenszusammenhänge hinzuwirken.


Die Themen der Notrufarbeit sind

  • Vergewaltigung
  • Vergewaltigung im Krieg
  • Sexueller Missbrauch an Mädchen
  • Ritueller / satanischer Missbrauch
  • Sexueller Missbrauch in der Therapie und in Abhängigkeitsbeziehungen
  • Sexualisierte Gewalt gegen ältere Frauen
  • Sexuelle Belästigung am Telefon
  • Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
  • Prostitution / Frauenhandel
  • Pornographie / Gewaltvideos
  • Sexualisierte Übergriffe
  • Körperliche Gewalt / Misshandlungen
  • Sexualisierte Gewalt gegen Frauen mit Behinderung